Entfernung des Katheters

Wenn bei drei aufeinanderfolgenden Drainagen weniger als 50 ml Flüssigkeit entfernt werden, könnte einer der folgenden Gründe die Ursache sein und eine Explantation des Katheters in Frage kommen:

  • Genesung des Patienten, keine Bildung von Aszites oder Pleuraerguss mehr nachweisbar.
  • Es kam zu einer Pleurodese
  • Katheter befindet sich in einer Kammer ohne Flüssigkeit.
  • Katheterverstopfung, die selbst durch das Anspülen nicht beseitigt werden kann.

Wenn einer der oben genannten Fälle oder ein anderer Grund vorliegt, den Katheter zu entfernen, sollten Sie als behandelnder Arzt bei der Explantation wie folgt vorgehen:

Schritte zur Entfernung des Katheters


  • Kontrolle der Gerinnungsparameter
  • vorbereiten eines Arbeitsplatzes unter sterilen Kautelen
  • Lagerung des Patienten, um einen freien Zugang zum Katheter zu gewährleisten
  • großzügige Hautinfiltration mit Lokalanästhesie an der Kather-Austrittsstelle (Einwirkzeit beachten)
  • Ertasten der Polyestermanschette von außen (wulstige Verdickung)
  • Schnittinzision der Haut, unmittelbar am Katheter-Austritt
  • stumpfes, zirkuläres Freipräparieren der Polyestermanschette mittels Knopfkanüle, Präparierschere o. ä. (der Katheter verwächst nur an der Manschette mit dem subcutanem Gewebe, erschwerte Bedingungen können sich beim Entfernen des Katheters durch die Lage selbst oder Tumorummauerung einstellen.
  • eine Hand wird als Widerlager auf die Tunnelstrecke vorsichtig aufgelegt, mit der anderen Hand wird der Katheter gezogen. Wenn sich der Katheter im Ganzen nicht mobilisieren lässt, wird eine zusätzliche Schnittinzision (entsprechend der Länge, am Ende der Tunnelstrecke / als Orientierung dient die Schnittinzision an der Punktionsstelle) nötig, um den dort in der Tiefe liegende / führende Katheterabschnitt separat zu bergen.
  • abschließende Hautnaht der Schnittinzision (-en)
  • Verband

7. Katheter Explantation