Häufig gestellte Patienten-Fragen (FAQs)

Häufig gestellte Patienten-Fragen (FAQs)


An dieser Stelle möchten wir Ihnen mit Antworten auf häufig gestellte Fragen aus dem Patienten-Bereich weiterhelfen:

Ja, wenn der Katheter zu einer Schnecke zusammengerollt auf dem Verbandmaterial platziert wurde und der Duschfolienverband das komplette Verbandmaterial sorgfältig umschließt. Unsere Empfehlung: Duschen Sie bevor Sie die Drainage und den Verbandwechsel durchführen. Sollte der Verband beim Duschen durchnässen, wird er so zeitnah erneuert.

Der Hautfaden (der Faden, der sich von der Katheter-Austrittsstelle am entferntesten befindet) kann nach 10 Tagen und der Haltefaden (der Faden direkt am Katheter-Austritt) nach 30 Tagen entfernt werden. Die Fäden werden meist ambulant im Krankenhaus, in dem der Katheter implantiert wurde, gezogen. Die Fadenentfernung kann aber auch der Hausarzt durchführen.

Es gibt keine zeitliche Liegebeschränkung für den Katheter. Sofern keine Infektionszeichen, wie z.B. Rötung, Schwellung oder Überwärmung mit dem Katheter in Zusammenhang gebracht werden und eine gute Funktionalität des Katheters gewährleistet ist, bleibt der Katheter liegen und wird nicht gewechselt. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie Ihren behandelnden Arzt.

Das Drainagematerial wird, gegen ein entsprechendes Rezept des Hausarztes, von der Firma ewimed durch einen Paketdienst direkt zu Ihnen nach Hause geliefert. Das verschreibungspflichtige Drainage-Material ist nicht über Sanitätshäuser oder Apotheken erhältlich.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im ewimed Versorgungskonzept.

Das Drainage-Material können Sie auch im Ausland nutzen. Sie müssen bei den Vorbereitungen zu Ihrer Reise darauf achten, im Voraus ausreichend Drainage-Material zu bestellen. Beachten Sie hierbei auch die üblichen Entsorgungsvorschriften des jeweiligen Landes.

Ja, sie erhalten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus eine persönliche Schulung zur Drainage der Ergüsse durch unseren Schulungsmitarbeiter. Er wird Ihnen Schritt-für-Schritt erklären und vorführen, was Sie hierzu beachten müssen. Abschließend übergibt er Ihnen auch unsere Patientenmappe, in der alle Informationen nochmals zum Nachlesen zur Verfügung stehen.

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Sofern sich kein Erguss mehr bildet oder sich Ihre behandelnden Ärzte aus anderen Gründen zur Entfernung des Katheters entschließen, kann der Katheter unter einer örtlichen Betäubung auch wieder entfernt werden.

Ja, wir haben eine langjährige Erfahrung mit dem Thema Drainage von Pleuraergüssen und Aszites. Jahr für Jahr erhalten mehrere tausend Patienten einen Pleura-Katheter und bekommen so ein Stück Lebensqualität und Mobilität zurück.

Nein, wir schulen Sie, Ihre Angehörigen oder auch einbezogene Pflegedienste normalerweise einmalig im Umgang mit dem Drainage-System und Bestellwesen. Wenn Pflegedienste jedoch beispielsweise nicht von Anfang an involviert waren, kommt es in Einzelfällen zu einer Nachschulung.

Ja, durch die Drainage der Ergüsse bleiben Beschwerden, wie beispielsweise Atemnot oder Spannungsgefühl im Bauchraum, aus und Sie werden im Alltag wieder mobiler und belastbarer.

Grundsätzlich ist das Duschen mit dem Katheter möglich. Ein längerer Kontakt mit Wasser sollte aber vermieden werden. Schwimmen oder Baden sind also nicht möglich. Der Besuch einer Sauna kann ebenfalls nicht empfohlen werden, da durch die hohen Temperaturen das Ventil des Katheters unter Umständen undicht werden könnte.

Sprechen Sie hierüber vor Ihrer Reise mit Ihrem behandelnden Arzt. Er kann Ihnen, je nach Ihrem individuellen Befinden, hierüber Aufschluss geben.

In jedem Fall sollten Sie bei einer längeren Reise auch daran denken, im Voraus ausreichend Drainage-Material zu bestellen. Siehe auch Kann ich damit in den Urlaub fahren? Auch ins Ausland?

Wenn Sie während der Reise Beschwerden bezüglich Ihres Katheters oder Ergusses haben, konsultieren Sie umgehend vor Ort einen Arzt.

Ja, durch eine unsachgemäße Handhabung kann es zu Beschädigungen des Katheters kommen. Lesen Sie hierzu bitte unbedingt aufmerksam die Gebrauchsanweisung.

Nein, das Drainage-Set ist zum einmaligen Gebrauch bestimmt und darf aus hygienischen Gründen und der Gefahr einer Infektion nicht mehrfach benutzt werden.

Nach der Drainage entsorgen Sie das benutzte Drainage-Material bitte im Hausmüll. Beachten Sie hier bitte die örtlichen Bestimmungen zur Entsorgung. Enthaltene Kunststoffe müssen nicht getrennt werden.

Wenn Sie nach durchgeführter Drainage immer noch keine Erleichterung beim Atmen verspüren, nehmen Sie Kontakt zu Ihrem behandelnden Arzt auf. Ihr Arzt oder die behandelnde Klinik kennt Ihren Krankheitsverlauf und kann Ihnen nach einer Untersuchung die Ursache hierfür nennen.

Wenn sich die Ergussfarbe oder die Ergusszusammensetzung ändert, ist das keine akut bedrohliche Situation. Ihr behandelnder Arzt kann Ihnen anhand Ihres Erkrankungsverlaufs erklären, was die Ursache hierfür ist. Sollte sich allerdings Blut im Erguss befinden, sollten Sie Ihren Arzt umgehend aufsuchen.

Wenn während der Drainage der Ergussfluss stoppt können mehrere Gründe der Auslöser sein. Der angenehmste Grund ist, dass kein Erguss mehr vorhanden ist. Sollte dies öfter vorkommen, suchen Sie Ihren Arzt auf und evtl. kann der Katheter sogar explantiert werden. Ein andere Grund könnte eine Verstopfung des Drainageschlauchs sein, welche durch einen zähflüssigen Erguss ausgelöst werden kann. In diesem Fall können Sie durch leichtes „melken“ des Drainageschlauches versuchen die Verstopfung zu mobilisieren, sodass der Erguss wieder fließt oder der Katheter muss angespült werden. Kontaktieren Sie hierzu Ihren behandelnden Arzt.

Wie kann ich den Katheter „melken?“
Als Vorbereitung muss der Katheter an ein Reservoir angeschlossen sein, damit die Verstopfung und eine mögliche ansammlung von Erguss direkt abfließen kann. Ziehen Sie sich Einmalhandschuhe an und befeuchten Sie diese mit Händedesinfektionsmittel, damit der Katheter zwischen den Fingern gleiten kann. Falls große Partikel sichtbar sind drücken Sie diese zusammen. Danach halten Sie mit einer Hand den Katheter in der Nähe der Austrittsstelle fest, damit kein großer Zug an der Austrittsstelle auftritt. Mit der anderen Hand drücken Sie den Katheter in der Nähe der Austrittstelle zusammen und streichen ihn in Richtung des Sicherheitsventils aus. Falls sich nichts löst wiederholen Sie den Vorgang mehrmals.

Sollten sie beim Ablassen der Flüssigkeit Schmerzen empfinden, stoppen sie die Drainage mit Hilfe der Klemme am Drainageschlauch und pausieren Sie etwas. Sollten die Schmerzen nicht nachlassen oder bei Wiederaufnahme der Drainage erneut auftreten sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

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Fragen zur Abrechnung

Nein, die Drainage-Sets sind nicht in Apotheken oder Sanitätshäusern erhältlich, sondern ausschließlich über die Firma ewimed. Nachdem Ihr Hausarzt das Rezept im Original ausgefüllt hat, wie es auf dem Musterrezept der Patienteninformation abgebildet ist, senden Sie es mit dem beigelegten Freiumschlag aus der Patientenmappe an uns. Wir lassen Ihnen dann das Material zur Drainage über einen Paketdienst zukommen.
Privat versicherte Patienten können die Ware in unserem Online-Shop oder telefonisch bestellen und bezahlen wie gewohnt die Rechnung. Die Rechnung und das Rezept werden dann bei der Krankenkasse zur Kostenrückerstattung durch die Krankenkasse eingereicht.

Ja, wenn Sie zahlungsbefreit sind, werden die Kosten für die Drainage-Sets für zu Hause von der Krankenkasse übernommen. Sollten Sie nicht zahlungsbefreit sein, wird Ihnen eine Rechnung für Hilfsmittel zugestellt. Die Betragshöhe kann hierzu variieren.

Die Rezepte für die Drainage-Sets zur häuslichen Versorgung werden vom Hausarzt bzw. Ihrem behandelnden Facharzt ausgestellt.

Haben Sie weitere Fragen oder sind die beschriebenen Antworten nicht passend wenden Sie sich bitte jederzeit an ewimed unter info@ewimed.com oder +49 7471 73972-0. Oder Sie nutzen das Kontaktformular. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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