Spendenaktion „NABU Kreisverband Zollernalb e.V.“

Der „NABU Kreisverband Zollernalb e.V.“ setzt sich vielfältig für die Natur ein. Neben der Landschaftspflege klärt der „NABU“ die Bevölkerung bei Vorträgen und Exkursionen ins Grüne über die Arten in der Region auf. Wir unterstützen die Organisation im Rahmen unserer Spendenaktion.

ewimed spendet – Wir helfen Helfern!

Spendenaktion NABU

Traditionell geben wir aussortierte elektronische Geräte, wie PCs und Smartphones an unsere Mitarbeiter weiter. Damit möchten wir nachhaltig agieren und die Weiternutzung der noch technisch einwandfreien Geräte garantieren. Den damit entstandenen Erlös spenden wir an Organisationen, deren Arbeit wir für gesellschaftsrelevant und wichtig empfinden. Unsere Mitarbeiter stimmten über die Organisation und die Verteilung der Spendengelder ab.

Der Umweltschutz geht uns alle an und in Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens ist es umso wichtiger, selbst im Unternehmen nachhaltig zu agieren und Organisationen zu unterstützen, die sich für den Umweltschutz einsetzen.

„NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.“

Der „NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.“ ist der älteste und mit mehr als 900.000 Mitgliedern und Fördernden (Stand Januar 2023) der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland. Lina Hähnle gründete 1899 den „Bund für Vogelschutz“. Heute besteht der Verein aus rund 70.000 ehrenamtlich Aktiven, die bei der praktischen Naturschutzarbeit des „NABU“ in ganz Deutschland eine zentrale Rolle spielen. Jedes Jahr widmen die Ehrenamtlichen 2,5 Millionen Stunden unentgeltlicher Arbeit dem Natur- und Umweltschutz. Nur mit ihrer Unterstützung können flächendeckende Projekte zum Schutz von Pflanzen, Tieren und ihren Lebensräumen in Deutschland realisiert werden.

„NABU-Kreisverband Zollernalb e.V.“

Im Zollernalbkreis ist der „NABU-Kreisverband Zollernalb e.V.“ mit sieben Gruppen vertreten. Laut alten Quellen gab es bereits 1904 und 1908 Gruppen in Ebingen und Tailfingen/Onstmettingen. Diese wurden 1986 zur Gruppe Albstadt zusammengeschlossen. Im Februar 2020 war der „NABU“ im Zollernalbkreis mit rund 3.300 Mitgliedern vertreten. Obwohl diese im gesamten Zollernalbkreis wohnen, kann keine flächendeckende Struktur von örtlichen Gruppen angeboten werden. Eine Erweiterung der Ortsgruppen wäre hier wünschenswert.

Umwelt- und Artenschutz der nationalen Organisation „NABU“

Der „NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.“ ist mit unterschiedlichen Projekten in verschiedenen Regionen aktiv und achtet so auf vielfältige Schutzmaßnahmen für die Natur und Tierwelt. Wie Herr Fuchs im Gespräch uns mitteilt, wird die Spende aus unserer Spendenaktion „NABU Kreisverband Zollernalb e.V.“ an folgende Projekte fließen.

Steinkauz-Projekt

Das Steinkauz-Projekt in Haigerloch wurde im März 2018 realisiert. Der Steinkauz konnte bereits vor dem Projekt im Dorf beobachtet werden. Später wurden Balzrufe durch die Dorfbewohner wahrgenommen. Bei der Begehung der nahe gelegenen Obstwiesen wurden wenig später an einer Feldscheune einige Gewölle und Gewölle-Reste vom Steinkauz entdeckt. Der Steinkauz ist stark gefährdet und steht auf der Roten Liste. So ist es umso wichtiger die Art bei der Rückkehr in seinen natürlichen Lebensraum zu unterstützen. Denn ein großes Problem für den Steinkauz ist neben dem Verlust von geeigneten Lebens- und Brutgebieten durch Neubaugebiete das Fehlen von Brutmöglichkeiten, hauptsächlich Höhlen in alten Obstbäumen, aber auch Verstecke in offenen, alten Schuppen und Scheunen an Ortsrändern. Dazu kommt auch noch die Gefährdung durch Katzen und Mader hinzu. Das Steinkauz-Projekt setzt genau hier an: Es bringt katzen- und mardersichere Niströhren in den noch vorhandenen und geeigneten Baumwiesen an.

Eigene Initiative

Nisthilfenbauer Harry Müller tüftelte während der Beantragung von Fördergeldern für das Projekt beim Landratsamt selbst an Prototypen für Steinkauz-Röhren. Diese wurden mit Hilfe des Orstvorstehers, Herrn Dr. Bieger und der Zustimmung von Grundbesitzern an verschiedenen Obstwiesen angebracht. Durch das Engagement wächst die Population des Steinkauzes. Anfang 2022 konnten an sieben Stellen balzende Käuze gefunden werden. In zwei der Kästen wurden bei einer Kontrolle insgesamt sieben Junge entdeckt. Nun gibt es erfolgreiche Bruten in Trillfingen, Hart und Höfendorf. Die lichten Strukturen der Streuobstwiesen laden die Eulen zum ungestörten Fliegen an und bieten den zum Teil tag- und dämmerungsaktiven Tieren einen Ort, um Mäuse und Kleinvögel zu jagen. In Waldnähe gefällt es dem Steinkauz nicht, da im Wald sein Fressfeind, der Waldkauz lebt.

Die Hechinger Ortsgruppe bekommt nun in diesem Jahr ein eigenes Projekt, bei dem versucht wird, für die kleine Eule im Albvorland wieder eine stabile Population aufzubauen. Am 23. März wird unter Einladung der Bevölkerung das Projekt in Hechingen präsentiert.

Schwalbenschutz

Schwalben und ihre Nester sind gesetzlich geschützt und dürfen nicht entfernt werden. Ebenso sind Reste von Schwalbennestern geschützt und dürfen ebenso nicht entfernt werden. Sie bilden den Ansatzpunkt für den Wiederaufbau des Nestes bzw. die Anknüpfungsstelle für eine Wiederbesiedlung.

Um den Schutz der Tiere zu unterstützen und ein Bewusstsein zu schaffen, werden in Haigerloch und Langerdingen Schwalbennester an die Bevölkerung verschenkt.

Alle Interessierte können des Weiteren die Nester auch zum Selbstkostenpreis über den „NABU“ erwerben. Mehlschwalben sind beispielsweise Kolonienbrüter. So werden für diese Art Doppelnester und Triple-Nester angeboten, die in den meisten Fällen genau zwischen die Dachsparren passen.

Alle Grundstückbesitzer, denen mehr Platz zur Verfügung steht, können ein Schwalbenhaus aufbauen lassen. Auch wir von ewimed haben auf unserem Firmengelände ein Schwalbenhaus.

Projekt „Insektenland Kräutersand“ 

Bei der Gartenschau Balingen 2023 wird der NABU mit dem Projekt „Insektenland Kräutersand“ beteiligt sein.

In den zukünftigen Erlebnisauen existiert bereits auf 100 Quadratmeter Land eine „wilde Fläche“, die sich perfekt als Hintergrund für das geplante Projekt eignet. Der Standort wurde an jener Stelle gewählt, da hier die Wildnis noch vorhanden ist, die auch auf der Gartenschau dringend benötigt wird.

Zusammen mit der geplanten Pflanzung in reinem Sand ist diese prädestiniert für Bewohner aller Art. Einheimische Blütenstauden bieten Insekten Blüten und Pollen als Nahrung, der sandiger Untergrund ist eine optimale Nistmöglichkeit für Bodenbewohner.

Durch Steinhaufen, Totholzecken, das bereits bestehende kleine Wäldchen und die dadurch entstehenden Unterschlupfmöglichkeiten werden weitere Wohlfühltempel für Vögel, Reptilien, Amphibien und Kleinsäuger (wie z.B. Igel oder Spitzmäuse) geschaffen.

Spendenaktion NABU

Im Gespräch mit Herbert Fuchs

Im Gespräch mit Herbert Fuchs, Sprecher des „NABU“-Kreisverbandes, können wir ihm die Begeisterung für seine Tätigkeit ansehen. Er kommt ursprünglich aus der Ornithologie und hat anfangs vogelkundliche Führungen gegeben. Jetzt beschäftigt er sich seit über zehn Jahren mitunter auch mit Schmetterlingen und will mit der kleinen Ausgliederung des „NABU“, den Bestand der Schmetterlinge erfassen. Herr Fuchs persönlich mag es an der frischen Luft und in der Natur zu sein. So fällt ihm die Auseinandersetzung mit der hiesigen Tierwelt und Umwelt leicht.

Mit seiner Tätigkeit will er:

„die Biodiversität möglichst erhalten und fördern. Wir haben bei den Insekten einen Einbruch von 80 Prozent, bei den Vogelarten sind es 50 Prozent. Die Zahlen sind sehr heftig. Der Artenschwund hängt mit unserer Art des Lebens und Wirtschaftens zusammen. Manches lässt sich nicht verhindern. Aber wenn man keine Alternative hat, muss man dann den Tieren einen anderen Lebensraum schaffen.“

Der NABU will hier bewusst keine Verbote aussprechen, aber sich gezielt für das Recht der Umwelt und Tierwelt einsetzen, denn „NABU“ steht für Naturschutz, Artenschutz, Biotopschutz und Umweltschutz. Die Regionalgruppen prüfen neue Baugebieten, üben eine beratende Tätigkeit für das Landratsamt aus und sind Ansprechpartner für Jung und Alt.

Ehrenamt

Wenn man selbst für den „NABU“ ehrenamtlich tätig sein möchte, kann man sich über die Homepage informieren. In der „Jobbörse“ werden die offenen Stellen gelistet. Jeder darf sich nach individuell engagieren – von drei bis 200 Stunden im Jahr ist alles möglich.

Auch wenn das Landratsamt über die „Landschaftspflegemittel“ die Projekte mit 50 bis 100 Prozent bezuschusst, ist der „NABU“ auf Spenden von Unternehmen und Privatleuten angewiesen. Diese werden dann für Projekte eingesetzt und so die Arbeit des Vereins gesichert. Diese ist sehr wichtig und wie man anhand der Zahlen sieht, können Tierpopulationen gesteigert und Schutzgebiete gesichert werden. Wir möchten mit unserer Spendenaktion „NABU Kreisverband Zollernalb e.V.“ auf den Verein aufmerksam machen und die Arbeit unterstützen.

Kontakt zu „NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.“

Wollen Sie „NABU“ ebenso unterstützen? Mehr Informationen gibt es auf der Homepage!

Homepage NABU - Naturschutzbund e.V.

Quelle: „NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.“

https://www.nabu-zollernalb.de

https://www.nabu.de

Wir danken „NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.“ für Ihren Einsatz und Ihre wertvolle Arbeit und wünschen alles Gute für die Zukunft.